Kunden erwarten heute sowohl in der virtuellen als auch in der realen Welt ein stimmiges Shoppingerlebnis. Die Herausforderung für Ihr Marketing besteht darin, diese Erwartungen zu erfüllen. Neuromarketing hilft Ihnen dabei, den Konsumenten und die Wirkung von Marken, Kommunikation und Produkten auf ihn zu verstehen.

Was ist Neuromarketing?

Im Neuromarketing verbinden Wissenschaftler Erkenntnisse der Hirnforschung und der Psychologie für das Marketing. Sie beobachten und untersuchen die Reaktionen im Gehirn beim Anblick bestimmter Marken, Logos, Gesichter oder Produkte und liefern so zuverlässigere Ergebnisse über das Konsumentenverhalten als zum Beispiel Fragebögen.

Mehrwert für Werbetreibende

In Zeiten der Reizüberflutung, des Überflusses an Produkten und einer zunehmenden Individualisierung der Konsumenten ist es für Sie als Unternehmer schwierig, sich mit Ihren Produkten auf dem Markt durchzusetzen. Nach Angaben des ZAW (Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft) fließen jährlich rund 40 Milliarden Euro in die Werbebranche. Und trotzdem bleiben viele Produkteinführungen weitgehend unbeachtet. 80 Prozent scheitern in den ersten drei Monaten.

Mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen des Neuromarketings können Sie Ihre Marketinginvestitionen – von der Optimierung des Produkts und dessen Positionierung über die Gestaltung der Kommunikationsmaßnahmen bis zur Mediaplanung – deutlich zielgerichteter gestalten und so viel Geld sparen. Die Forschung unterscheidet sieben Gehirn- und Entscheidungstypen: Genießer, Hedonisten, Abenteurer, Disziplinierte, Performer, Harmonisierer und Traditionalisten. Jeder Typ reagiert unterschiedlich auf bestimmte emotionale Reize und hat andere Normen und Wertvorstellungen. Um die Erkenntnisse der Hirnforschung für die Optimierung Ihrer Marketingstrategie zu nutzen, sollten Sie sich also zunächst intensiv mit Ihrer Zielgruppe und deren Emotionen beschäftigen.

Nützliche Erkenntnisse für Ihr Neuromarketing

  • Rabatte kurbeln den Konsum an: Rabattschilder bewirken, dass eine Kontrollregion im Gehirn weniger aktiv wird. Auf Touren gebracht wird hingegen das Belohnungszentrum.
  • Models mit Idealfiguren aktivieren bei vielen Testpersonen das Belohnungszentrum, das für ein "Haben-Wollen" und für ein Glücksgefühl zuständig ist.
  • Gesichter bleiben besser in Erinnerung als Logos. Denn Gesichter aktivieren die Gehirn-Areale stärker, die mit Gefühlen und mit der Gedächtnisbildung in Verbindung gebracht werden.
  • Ein Markenname bleibt am ehesten in Erinnerung, wenn er zu Beginn eines Werbespots eingesetzt wird.
  • Marke und Image sind wichtig: Wissenschaftler gaben Testpersonen den Marktführer Coca-Cola zu trinken und das Konkurrenzprodukt Pepsi. Wussten die Probanden nicht, welches Produkt sie gerade tranken, mundete einem Großteil Pepsi besser. Als man ihnen die Markennamen vorstellte, schmeckte den meisten die Coca-Cola besser.

Ein "Kaufknopf" im Gehirn wird sich auch mithilfe des Neuromarketings nicht aufspüren lassen. Dafür sind die Abläufe im Gehirn bis zur Entscheidung zu komplex. Wir können Ihnen aber dabei helfen, mit Neuromarketing die Kaufwahrscheinlichkeit für ihre Produkte nachhaltig zu erhöhen.