Wer seine Zielgruppe individuell ansprechen will, muss diese im Vorfeld genau analysieren. Richten Sie Ihr Angebot spezialisiert aus, um die unterschiedlichen Bedürfnisse und damit auch die Konsumwünsche nicht ungeachtet zu lassen. Dem so genannten Szenenmarketing liegen kaum psychografische oder soziodemografische Merkmale zugrunde, sondern vielmehr die Gemeinsamkeiten einer Gruppe in Einstellungen, im Verhalten, Kleidung, Geschmack - und damit auch in den Konsumvorlieben.

Wie Sie auf eine spezielle Szene zugehen:

  • Beobachten Sie die Szene, die durchaus auch lokal oder regional geprägt sein kann. Dabei helfen Ihnen Marktforschungsinstrumente wie Scanning, Monitoring oder Trend-Scouting. Ergänzen Sie Ihren Szenen-Report auch durch Videos und Audios. Diese können insbesondere später bei der Konzeption von Maßnahmen wie Anzeigen oder Werbebeilagen und Werbemitteln sehr nützlich sein.
  • Suchen Sie den Kontakt zur Szene. Laden Sie beispielsweise Szenemitglieder, die Sie zuvor als solche identifiziert haben (z. B. durch das Schneeballverfahren: Sie kennen jemanden, der jemanden kennt, der wieder jemanden kennt etc.), zu Produkttests oder Gesprächsrunden ein. Bieten Sie einen Anreiz zur Teilnahme. Kristallisieren Sie während dieses Workshops gemeinsame Wünsche und Bedürfnisse der Teilnehmer heraus und regen Sie zum Herumspinnen auch fernab dessen, was heute realisierbar ist, an. So entstehen Zukunftsszenarien, aus denen sich Ideen für neue Produktangebote ableiten lassen.
  • Aus solchen Initiativen können regelmäßige Treffen oder gemeinsame Projekte entstehen, in denen einige Szenemitglieder die Produktentwicklung und anschließende Vermarktung als Expertengremium begleiten. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit von Szenemitgliedern benötigen Sie dringend, denn Ihr Produkt- und Marketingkonzept steht und fällt mit Ihrer Glaubwürdigkeit in den Augen dieser speziellen Zielgruppe.
  • Beziehen Sie Stellung. Kommunizieren Sie die neu gewonnenen Erkenntnisse über Ihre Internetseite und erzeugen Sie somit mehr Traffic. Durch den regelmäßigen Kontakt zur Szene haben Sie mehr als nur einen oberflächlichen Eindruck: Sie wissen, was die Mitglieder im Innersten zusammenhält. Nur mit dieser profunden Kenntnis entgehen Sie der Gefahr, sich im Ton zu vergreifen, wenn Sie sich als Anbieter für die Szene positionieren.